Wie tickt Facebook?

Es ist diese eine Sache bei Facebook, die viele Seitenbetreiber in die Frustration treibt: Posts werden geschrieben und veröffentlicht und kaum einer Deiner Seitenabonnenten sieht sie. Grund dafür ist der Algorithmus von Facebook. Wir wissen, dass es ihn gibt und wir wissen, dass er an so einigem Schuld ist. 

Doch wie genau tritt er in Aktion, wenn Du postest? Darum geht es in diesem Blogpost, denn es ist essentiell für Dich als Seitenbetreiber, die Spielregeln von Facebook zu kennen, um erfolgreiche Posts zu schreiben.

Warum benötigt Facebook überhaupt den Algorithmus?

Facebook ist ein Unternehmen. Das wissen wir eigentlich alle und dennoch sind die meisten überrascht, wenn sie feststellen, dass jemand (=Mark Zuckerberg) mit Facebook Geld verdienen möchte. 

Zuckerberg macht sein Geld, indem er die Daten seiner Nutzer sammelt und Werbetreibenden zur Verfügung stellt. Das macht er richtig gut, denn laut der aktuellen Statistiken (Börsenbericht Facebook April 2020) gibt es 394 Millionen aktive Nutzer alleine in Europa auf dieser Plattform! Eine Menge Daten!

Nutzer -> Daten -> Werbeeinnahmen

Es ist für das Unternehmen Facebook also essentiell, dass die Nutzer auf Facebook bleiben.

Genau das wird jedoch immer schwieriger. Alternativen kamen und kommen auf den Markt, die um die Gunst der Nutzer buhlen.

Facebook muss für seine Attraktivität bei den Nutzern kämpfen.

Und hier entsteht das Dilemma: Meldungen von Freunden waren und sind per se spannender als Posts von Unternehmen. Mit den Posts von Freunden hat man immer einen spannenden Einblick in deren Leben - selbst wenn man Hunderte von Kilometern voneinander entfernt ist.

Mittlerweile hat der Nutzer in seinem Newsfeed jedoch fast nur noch Unternehmensmeldungen und Werbung. Das ist meist nicht so relevant und spannend für den Nutzer. Was macht er also? Er verlässt Facebook und sucht sich eine Plattform, die ihm wieder die Möglichkeit gibt, sich mit seiner Community zu verbinden.

Relevanz ist das Zauberwort

Relevanz ist das große Schlagwort, wenn es darum geht, zu verstehen, wie Facebook funktioniert. Facebook muss seinen Nutzern relevante Inhalte posten, damit sie auf der Plattform bleiben. Und wenn es kaum noch Freunde gibt, die per se relevante Inhalte posten, dann müssen dies die Unternehmen mit ihren Seiten übernehmen.

Und hier fängt Dein Facebook Marketing an. Das ist der Punkt, an dem Du genau überlegen musst, wen Du als Zielgruppe, als Community mit Deinem Unternehmen ansprichst. 

Du musst Dir ein genaues Bild von Deiner Zielgruppe machen, damit Du die für Deine Community relevanten Inhalte posten kannst.

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Wie stellt Facebook fest, ob ein Post relevant ist?

Hier kommt der Algorithmus ins Spiel: Mithilfe des Algorithmus misst Facebook, ob ein Beitrag, den Du gepostet hast, relevant für Deine Zielgruppe ist.

Löst Dein Beitrag Interaktionen aus, scheint er für Deine Community interessant zu sein. Und die Reichweite wird nach oben geschraubt. Allerdings hast Du es vielleicht schon selbst festgestellt: Auch wenn Du viele „Daumen“ sammeln konntest, an Deiner Reichweite hatte sich dennoch nicht viel geändert. 

Das liegt daran, dass der simple Klick auf den Daumen vom Algorithmus am Schlechtesten bewertet wird. Der Algorithmus misst das Engagement, das ein Nutzer an den Tag legt, um mit Deinem Beitrag zu interagieren. 

Je mehr der Nutzer macht, um mit dem Beitrag zu interagieren, desto mehr bedeutet das, dass der Beitrag für ihn relevant ist.

Der Daumen ist schnell geklickt und demonstriert dem Algorithmus wenig Engagement. Besser ist es schon, wenn der Finger einmal nach rechts geht, um eines der anderen Emojis zu klicken. Nach dieser Logik kannst Dir vorstellen, dass Kommentare noch besser bewertet werden. 

Am Besten jedoch ist es, wenn der Nutzer den Beitrag teilt. Denn das bedeutet, dass der Beitrag nicht nur für ihn selber relevant ist, sondern dass er auch denkt, dass dieser für seine eigene Community interessant sein könnte. Und auch hier gibt es noch eine Steigerung: Wenn der Beitrag nicht nur über den Feed geteilt wird, sondern in einer Nachricht über den Messenger an ausgewählte Kontakte gesendet wird, dann ist das Algorithmus-technisch das höchste der Gefühle.

Facebook Marketing: Die Interaktion der Nutzer zeigt, ob ein Beitrag relevant ist

Wann teilt der Nutzer einen Beitrag?

Das höchste Ziel eines jeden Beitrages sollte also sein, dass der Nutzer den Beitrag auf seiner eigenen Chronik teilt oder einem Freund zusendet. Aber mal Hand auf’s Herz - wie oft erlebt man es als Seitenbetreiber, dass ein Post geteilt wird? Stimmt, nicht allzu oft. 

Um ein Gespür dafür zu bekommen, was Deine Community zum Teilen bewegt, schaust Du Dir Deine Beiträge am Besten regelmäßig genauer an. Welche Posts wurden geteilt? Welche Aussage haben sie? Welches Bedürfnis Deiner Community haben sie erfüllt?

Studien haben herausgefunden, dass vor allem Posts geteilt werden,

  • mit deren Aussagen sich der Nutzer identifizieren kann (z.B. Statement-Posts)
  • mit dessen Inhalten er sich vor seiner Community profilieren kann z.B. witzige Posts, oder Posts, bei denen er denkt, dass er der erste mit der Information ist)
  • mit denen er seiner eigenen Community helfen kann (z.B. Posts mit hilfreichen Tipps/Informationen, Gewinnspiel)

Zusammen mit den Erfahrungen, die Du mit Deiner Community machst und dem Wissen aus den Studien kannst Du Deine zukünftigen Posts sehr gut optimieren.

Es lohnt auch immer der genaue Blick auf erfolgreiche Posts anderer Seiten. Warum hat dieser Post so an Fahrt aufgenommen? Wieso wurde er so oft geteilt? Speichere Dir die Posts in einem Ordner „Best Practice“ ab, damit Du immer eine gute Inspirationsquelle für Deine eigenen Posts hast.

Wie Du nun gesehen hast, gibt es einiges zu Facebooks Algorithmus zu wissen. Aber wenn man das einmal weiß, hat man eine gute Basis, um erfolgreiche Posts zu gestalten.